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Die Entwicklung
der deutschen Radiotechnik
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1925 Erste Batterie-Röhrengeräte 1928 Erste Netz-Röhrengeräte 1930 Netzempfänger mit eingebauten Lautsprecher Erste Superempfänger 1932 Schwundregelung durch Regelröhren 1933 Erster Volksempfänger "VE 301" 1937 Einführung des Magischen Auges 1946 Erstes Nachkriegsradio von Telefunken 1947 Anfang der Fa. Grundig mit dem Bausatz "Heinzelmann" 1949 Beginn des UKW Rundfunks 1958 Erste Transistorgeräte 1966 Erste Stereosendungen |
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Am 29. Oktober 1923 wurde in Berlin aus dem
Vox-Haus mit einem 1 kW Sender das erste Radioprogramm gesendet.
Schon mitte der zwanziger Jahre existierten in vielen
grösseren Städten Deutschlands starke Sender mit einer
Leistung von etwa 15 kW. Mit einfachen Detektorempfängern
war in Sendernähe ein guter Empfang möglich. Wer jedoch
eine gute Antennen besass, konnte auch weiter entfernte Sender problemlos
empfangen. Das suchen der besten Gleichrichtung auf dem Detektorkristall
war eine abenteuerliche Sache. Aber es funktionierte.
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Weil damals, im Vergleich zu Heute, nur wenige
Sender in der Luft waren, spielte die schlechte Trennschärfe
einfacher Detektorgeräte eine untergeordnete Rolle. Bis
Ende der zwanziger Jahre gab es die verschiedensten Konstruktionen
von Detektorempfängern. Man baute Geräte mit 2 und 3
fachen Spulenkopplern, Spulenumschaltern sowie Variometern die
an einer guten Antenne recht leistungsfähig waren. Auch gab es
die unterschiedlichsten Kristallsorten für den Detektor.
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Ebenfalls Ende der Zwanziger gab es schon die
ersten Batterie-Röhrengeräte. Zuerst ersetzte man
den Detektor durch eine Audion-Röhre, wodurch das lästige
"fummeln" entfiel. Das war bereits ein grosser Schritt. Später
benutzte man auch Röhren für die Hoch und Niederfrequenzverstärkung.
Einige teuere Geräte hatten sogar einen Lautsprecher. In
der Anfangszeit musste man die Anoden und Heizbatterien dieser Geräte
beim Apotheker oder Drogist aufladen lassen. Anfang der Dreissiger
Jahre baute man dann Radios für Netzbetrieb, mit speziell dafür
entwickelten Röhren. Ein weiterer grosser Schritt waren dann
die "Super Empfänger". Es wurden ware Luxusgeräte gebaut,
die zum Teil 10-15 Röhren hatten. Bei allen Geräten war auch
der Lautsprecher mit im Gehäuse. Eine weitere Besonderheit war das
1937 aus den USA eingeführte "Magische Auge", wodurch die Abstimmung
der trennscharfen Superempfänger erleichtert wurde.
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In der Zeit des Nationalsozialismus bekam der
Rundfunk durch die bekannten Volksempfänger einen riesigen
Aufschwung. Sie wurden in allen 28 deutschen Rundfunk Apparate
Fabriken gebaut, denn jeder sollte den Führer zuhören
können. Die Volksempfänger waren einfache Rückkopplungs
Empfänger mit 2 oder 3 Röhren. Es gab sie für Wechselstrom,
Gleichstrom und Batteriebetrieb (siehe Schaltung). Der damalige Preis
lag zwischen 35 u. 76 Reichsmark. Die inzwischen zahlreichen grossen
Deutschen Sender sorgten für einen störungsfreien Empfang.
Während der Nazi Zeit wurde das abhören Ausländischer
Sender hart bestraft. Nach dem zweiten Weltkrieg ging es mit der Deutschen
Rundfunkindustrie erst sehr langsam wieder bergauf. Da fast alle Fabriken
noch in Schutt und Asche lagen, war es schwer an die nötigen
Bauteile heranzukommen. Der Grundstein der Firma Grundig wurde mit
dem 2 Röhren Radio Bausatz "Heinzelmann" gelegt, mit dem die
Firma 1947 ihren ersten grossen Erfolg hatte.
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Durch den Kopenhagener Wellenplan wurde Deutschland
1949 bei der Vergabe der Sendefrequenzen sehr benachteiligt.
Man musste sich etwas einfallen lassen. So wurde Anfang der Fünfziger
Jahre die Ultra Kurz Welle (UKW) eingeführt. Die neuen Sender
entstanden sehr schnell und auch die Rundfunkindustrie erlebte einen
neuen Aufschwung. Begriffe wie Hi-Fi, Stereo u.s.w. sind uns allen
bekannt. Deutsche Radios waren wieder in der ganzen Welt begehrt.
Heute ist es für uns eine Selbstverständlichkeit den Lieblingssender
selbst mit dem billigsten Radio einwandfrei zu empfangen. Was jedoch
für eine lange Entwicklungsgeschichte dahinter steckt, wird
erst dem bewusst, der einmal mit einem Detektorempfänger aus
der Anfangszeit auf Sendersuche geht.
Bericht: Gerd Krause |
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